21. Juli 2016

Digitale Plattformen aus Sicht des Rechtsanwalts

Digitale Plattformen aus anwaltlicher Sicht - Foto: synaix GmbH

Ein Gastbeitrag von Bilal Abedin über Vertrags- und Geschäftsmodelle von digitalen Plattformen in der anwaltlichen Beratung

 

Die Aufgabe des Anwalts wird klassischerweise darin gesehen, die Rechtsposition und die Wirtschaftsgüter des Mandanten zu verteidigen. Die Digitalisierung zwingt einem hier aber einen tiefgreifenden Paradigmenwechsel auf.

Paradigmenwechsel in der Wertschöpfung

Um das zu erklären, hole ich ein wenig aus: Im Mittelalter waren Felder, Wälder und Schlösser zentrale Vermögenswerte, die den Reichtum einer Person dokumentierten. Mit der industriellen Revolution änderte sich alles. Ein Industrieller konnte auf einmal in einer kleinen Fabrik eine viel größere Wertschöpfung erreichen als der Feudalherr und hat diesen deklassiert.

Die zweite/dritte industrielle Revolution, der Einzug in die Informationsgesellschaft, hat auf ähnliche Weise alles auf den Kopf gestellt. Nicht mehr die Fabriken, sondern vor allem die Patente, Marken und das Know-How waren die neuen zentralen Wirtschaftsgüter. Die vormals mächtigen Fabrikbesitzer waren nur noch die ausführende „Werkbank“.

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