21. April 2017

Kirche trifft Digitalisierung: Social-Media-Gottesdienst im IT-Zentrum

AACHEN. Ein Rechenzentrum als Ort für einen Gottesdienst? Mit Kanzelreden von IT-Unternehmern statt einer Predigt und Jazzmusik statt Orgel und Gesang? Eine ungewöhnliche Verbindung zwischen jahrtausendealtem Glauben und brandmoderner Internetwelt wurde jetzt im Aachener Gewerbegebiet Süsterfeld geboten. Im Mittelpunkt des Social-Media-Gottesdienstes stand der digitale Wandel.

„Lassen Sie Ihre Smartphones ruhig an!“ Schon die Begrüßung durch Pfarrer Ralf Reimann, den Internetbeauftragten der Evangelischen Kirche im Rheinland, machte klar: Heute werden neue Pfade betreten.

Den digitalen Wandel hatten die rund 70 Besucher aus der ganzen Region denn auch buchstäblich die ganze Zeit über im Blick. Auf einer Social-Media-Wall, einem großen Wandbildschirm, wurden in Echtzeit Beiträge aus sozialen Netzwerken wie Twitter und Instagram eingeblendet, die von Anwesenden und Zuschauern im Internet unter dem Schlagwort #unverzagt2017 gepostet wurden. Wer wollte, konnte das Geschehen auch im Livestream auf der Webseite www.hier-stehe-ich.de verfolgen.

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07. April 2017

Twitterwall im Gottesdienst

Tankstelle, Zoo, Kino – Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten: Damit will die Evangelische Kirche auf das 500. Reformationsjubiläum aufmerksam machen. Beim Gottesdienst im Rechenzentrum können Christen via Twitter mitmachen – und zwar von überall.

Ein Bürohaus mitten im Aachener Industriegebiet. Hinter den Bürotüren arbeiten normalerweise IT-Spezialisten und große Rechner. Doch jetzt dienen die Räume der Firma Synaix als Gottesdienstraum. „Lassen Sie ihr Handy gerne an“, begrüßt Pfarrer Ralf Peter Reimann am Dienstagabend die Besucher. Denn die können und sollen sich über die Sozialen Netzwerke aktiv am Gottesdienstgeschehen beteiligen. Egal ob Fürbitten, Gedanken zu den Impulsvorträgen oder Kommentare, jeder soll mitmachen.

Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten

Der Dialog-Gottesdienst der besonderen Art ist einer von insgesamt 95, die an außergewöhnlichen Orten stattfinden. Ob an der Tankstelle, im Kino, im Zoo oder eben im Rechenzentrum – mit diesem Format will die Evangelische Kirche im Rheinland auf die Reformation vor 500 Jahren aufmerksam machen. Normalerweise treffen sich im sogenannten Kommunikationsraum des Unternehmens die Mitarbeiter zum Mittagessen oder auf einen Kaffee zwischendurch, erzählt Barbara Schilling von Synaix. In der Ecke steht ein Sofa, der Kicker wurde weggeräumt, um genug Platz zu haben.  Ganzen Beitrag lesen

06. April 2017

Fürbitten an die Social Media-Wall gepostet

In einem der „95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten“ zum Reformationsjubiläum treffen Kirche und digitale Welt beim IT-Dienstleiter „Synaix“ in Aachen zusammen – „Bitte lassen Sie Ihr Handy an“ – Christliche Wertmaßstäbe, um Digitalisierung für den Menschen positiv nutzen.

Im Keller, hinter der Hochsicherheitstür, rauschen und brummen die Server in langen Reihen grauer Schränke. In manchen davon blinken Anzeigen, durch andere läuft ein Gewirr bunter Kabel.  Erstaunlich laut ist es hier, und ziemlich eng. Kein geeigneter Ort für einen Gottesdienst mit vielen Besuchern. Der „Dialog-Gottesdienst zum digitalen Wandel“ fand am Dienstagabend dennoch an einem „ungewöhnlichen Ort“ statt: zwar nicht direkt im Serverraum, aber im Obergeschoss, auf der Büroebene des Aachener IT-Dienstleisters Synaix.

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