11. Mai 2017

Die Treiber für faire Plattformen? Respekt und Liebe für die Profession!

Die Treiber für faire Plattformen? Respekt und Liebe für die Profession! (Bild: pixabay.com/purimelgar20)

Machen Sie selber den ultimativen Plattform-Test

Uns technologieorientierten Menschen wirft man neben trockenem Humor gerne fehlende Emotionalität vor. Und dank der RWTH tummeln sich ja in Aachen besonders viele technikaffine Menschen. Diese Fokussierung auf Technologie spiegelt sich auch in der Startup-Szene und den vielen mittelständischen Unternehmen in der Region wider. Mit Ideen aus Aachen lassen sich häufig andere Produkte und Services verbessern, oder die Produktion noch effizienter gestalten. Die technologieorientierten Menschen haben sich die letzten Jahre anscheinend damit abgefunden, dass sich die großen Räder anderswo drehen: Fast alle großen digitalen Geschäftsmodelle kommen aus dem Silicon Valley und die deutschen Vorzeigeprojekte aus Berlin.

Erste Risse in der Welt der bekannten und erfolgreichen Plattformen

Aber in den digitalen hyper-skalierenden Glamourwelten zeigen sich erste Risse. Uber bietet zwar den Taxikunden einen hocheffizienten Service, den alle schätzen, die einfach schnell und preiswert von A nach B kommen wollen. Aber die Taxifahrer setzen nicht auf Uber und sie lieben Uber bestimmt nicht. Sie halten sich möglichst viele Optionen offen und schauen, welche Plattform ihnen morgen mehr Fahrten zu einem höheren Preis verschaffen kann. So kann eine Plattform, die ja darauf ausgerichtet ist, zwei Märkte miteinander zu verbinden, nicht weiter wachsen.

Bei Amazon als Plattform ist es ähnlich: Wir Kunden lieben Amazon wegen seiner Effizienz und Zuverlässigkeit. Aber die Händler, die die andere Seite der Plattform bei Amazon bilden, nutzen Amazon deshalb, weil sie müssen, oder nicht drum herum kommen. Das ist keine gute Basis für eine langfristige und gute Zusammenarbeit.

Teilen, die Grundlage des Plattform-Spirit

Und eben darin liegt die Chance der Technologieorientierten, die ständig nach Verbesserungen suchen und diese mit anderen Menschen teilen wollen. Denn genau das leben sie in den vielen Open Source Projekten und bei GitHub vor: Teilen und Verbessern bringt einen nicht nur selbst weiter, sondern auch die anderen.

Das ist der Spirit, der echte und faire Plattformmodelle ausmacht. Und es gibt interessante Beispiele, die in Aachen mitgedacht und entwickelt wurden.

Aisler, die Online Plattform für Elektronik-Fertigung

Aisler hilft kreativen Elektro-Ingenieuren und Hobby-Lötern, ihre Idee schneller auszuprobieren und umzusetzen. Anstatt wochenlang auf eine erste Platine zu warten und die Bauteile mühsam zusammensuchen zu müssen, kann der Aisler Nutzer schon aus dem CAD-Programm heraus die Machbarkeit checken, Bauteile optimieren lassen und dann direkt die Platine, Bauteile und in Zukunft auch die fertig bestückte Platine innerhalb weniger Tage erhalten. Der ganze mühsame Prozess von der Idee zur Umsetzung kann so von vielen Wochen auf wenige Tage reduziert werden.

Die beiden Gründer lieben die kreative Energie an der Schnittstelle von Hardware zu Software, aber sie haben auch den notwendigen Respekt vor allen im Prozess Beteiligten. Die Vision von Aisler: kreative Ingenieure direkt mit den Verbrauchern und Nutzern der Produkte zu verbinden.

Auch Klassik geht digital: Idagio, die Plattform für klassische Musik

Ok, das Beispiel war wieder technikgetrieben und vermutlich für viele zu abstrakt. Wir haben noch ein Beispiel aus einem ganz anderen Bereich. Und zugleich ein konkretes Angebot, mit dem jeder die Passion fairer Plattformen erfahren kann.

Idagio ist ein Musikstreaming-Dienst für klassische Musik. In allen anderen Streamingdiensten ist Klassik nur ein Genre. Die Besonderheiten von Werken und die Unterscheidung nach Komponisten und Interpreten gibt es bei Spotify, Apple Music und Deezer nicht – zum Leidwesen der Klassik-Hörer.

Die Menschen bei Idagio lieben nicht einfach klassische Musik, sondern sie haben erkannt, dass etwas Besonderes entsteht, wenn man beide Seiten der Plattform optimal unterstützt: Die Hörer, also Nutzer, auf der einen Seite und auf der anderen die Interpreten, die mit ihrer Darbietung ihren Lebensunterhalt verdienen, ebenso wie die Taxifahrer bei Uber. Und dafür braucht man nicht nur Liebe für die Sache an sich, die Klassische Musik, sondern auch Respekt gegenüber Hörern und Interpreten. Und eben diese Liebe und diesen Respekt kann man spüren, wenn man sich die Geschichten zur Werken, Komponisten und Interpreten durchliest, sich inspirieren lässt und den Dienst Idagio einfach nutzt.

Entdecken Sie klassische Musik und faire Plattformen neu – mit Idagio

Lust es auszuprobieren? Wir glauben, dass auch Sie diese Liebe und Profession spüren können, die notwendig sind, um faire Plattformmodelle erfolgreich zu gestalten!

Wir stellen den ersten 50 Lesern, die sich bei uns melden, einen Test-Monat bei Idagio-Premium zur Verfügung. Denn faire Plattformen bedeuten auch, dass die Anbieter von den Kunden der Plattform fair entlohnt werden. Deswegen erhalten die Interpreten bei Idagio 70 Prozent der Einnahmen aus den Premium-Abos.

Haben wir Sie neugierig gemacht? Fordern Sie einfach über diesen Link Ihren Voucher an und probieren Sie es aus! Wir sind gespannt auf Ihr Feedback.

Die Zeit ist reif für faire deutsche Plattformen.

(Stefan Fritz)

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