07. Juni 2016

Digitale Transformation ist Dialog

Dialog über Digitale Transformation in der Citykirche - Foto: synaix GmbH

An einen ungewöhnlichen Ort hatte synaix zum Dialog über Digitale Transformation eingeladen: Mehr als 100 Gäste folgten der Einladung in die Citykirche, um sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit Digitaler Transformation zu befassen. Schon bald wurde klar, dass synaix die Citykirche sehr  bewusst als Ort für diesen Dialog gewählt hatte. Schließlich ist sie ein Symbol für Wandel und Konstanz zugleich, wie synaix Geschäftsführer Michael Benden in seiner Begrüßung erklärte: Von der Klosterkirche über die Rolle als katholische Pfarrkirche hat sich St. Nikolaus über die Jahre zur Ökumenischen Seelsorge- und Begegnungsstätte gewandelt, die mit ihrer zentralen Lage in der Aachener Innenstadt allen Menschen offen steht. Und konstant ist sie in der Großkölnstraße eine feste Anlaufstelle für Menschen, die den Dialog suchen.

Verbinden auf neuen, ungewohnten Ebenen

Digitale Transformation sei aber mehr als das einfache Umwandeln oder Verändern, betonte Stefan Fritz. Digitale Transformation bedeute vor allem das Verbinden und völlig neue Zusammensetzen auf einer anderen, ungewohnten Ebene, die neue Möglichkeiten eröffnet. Und zugleich ein Zusammenbringen von Nutzern und Anbietern. Eine Herausforderung, der sich nicht nur Wirtschafts-Unternehmen in den verschiedenen Branchen stellen müssen. Auch die Kirchen gestalten sich als Organisationen neu und haben Teil an der digitalen Transformation.

Begrüßung durch die synaix Geschäftsführer Michael Benden und Stefan Fritz - Foto: synaix GmbH

Begrüßung durch die synaix Geschäftsführer Michael Benden und Stefan Fritz – Foto: synaix GmbH

 

Disruption als unternehmerische Höllengefahr

Spannende Einblicke, welche Gedanken sich die katholische Kirche macht, um neue Wert-Angebote in und für die digitale Zeit zu entwickeln, gab Florian Sobetzko, Referent für Innovationsprozesse und Personalentwicklung des Bistums Aachen. In seiner kurzweiligen Rede bezeichnete er Disruption als unternehmerische Höllengefahr, die jederzeit über ein Unternehmen oder ein jahrelang funktionierendes Geschäftsmodell hereinbrechen kann. Auch in der Kirche stößt das bisherige „höllische Geschäftsmodell“ an seine Grenzen.

Mit seinen Metaphern machte Sobetzko deutlich, wie Kirche sich an der Methodik der Wirtschaft für neue Geschäftsmodelle orientiert und diese in andere Bereiche transferiert. Im Bistum Aachen werden neue Ansätze entwickelt und umgesetzt und dienen anderen Bistümern als Vorbild. Angebote, die Menschen auf ungewohnte Weise ansprechen und einladen, Kirche neu kennenzulernen. Denn ganz klar ist: Unternehmen brauchen umgekehrt Kirche ebenso wie der einzelne Mensch zur Ausrichtung und Entwicklung des eigenen Werterasters.

Inspirierende Ansätze von Florian Sobetzko, wie Kirche sich dem Digitalen Wandel stellt - Foto: synaix GmbH

Inspirierende Ansätze von Florian Sobetzko, wie Kirche sich dem Digitalen Wandel stellt – Foto: synaix GmbH

 

Dialog über Digitale Transformation

Viele inspirierende Ansätze, die die Teilnehmer gerne in ihren Austausch über eigene Geschäftsmodelle von der Logistikdienstleistung bis zum Medizinbereich übernahmen. In angeregten Unterhaltungen diskutierten die Gäste über bekannte und neue Beispiele, wie Digitale Transformation durch das Verbinden von neuen Elementen und das partnerschaftliche Miteinander aller beteiligten Akteure – vom Anbieter über den Enabler bis zum Nutzer – gelingen kann.

(Barbara Schilling)

Reger Dialog unter den Gästen in der Citykirche - Foto: synaix GmbH

Reger Dialog unter den Gästen in der Citykirche – Foto: synaix GmbH

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