16. Januar 2014

Apples iBeacon: Moderne Leuchtfeuer leiten uns via Bluetooth

Leuchtfeuer bieten Orientierung und heißen willkommen ;-) - Foto: synaix GmbH

Der Begriff Leuchtfeuer mag im Zusammenhang mit moderner IT seltsam anmuten, doch beschreibt diese Übersetzung des Begriffs Beacon das, was Apples iBeacon Technologie ermöglicht, meiner Ansicht nach am umfassendsten: Ein Leuchtfeuer ist nicht nur Markierung und Orientierungspunkt, es sendet Signale und leitet uns.

Und genau das macht iBeacon via Bluetooth Low Energy (BLE) mit Geräten auf Basis von iOS 7 oder Android 4.3. Jedes Smartphone dieser Generation, aber auch jedes unabhängige Gerät, das iBeacon nutzt, kann zum Beacon werden und als solcher nicht nur andere Beacons erkennen und orten, sondern auch mit ihnen interagieren. Dabei kann es Aktionen auf anderen Smartphones antriggern, Push-Mitteilungen an sie senden und sogar Rückmeldungen an das eigene Gerät einfordern. Mit einer Datenübertragung von mehr als 10 m ist die Reichweite von iBeacon dabei deutlich größer als die von NFC (Near Field Communication).

Neben Spieleherstellern fangen nun auch Supermarktketten in den USA an, iBeacon für sich zu entdecken. Während ich mir das ständige Bimmeln von Rabatt-Aktions-Infos zu Produkten, an denen ich gerade vorbei gehe, recht nervig vorstelle, finde ich den Ansatz von Zusatzinformationen in Ausstellungen und Museen durchaus reizvoll. Auch die Nutzung von iBeacon für Bezahlsysteme, um zeitraubendes Anstehen an der Kasse zu vermeiden, wäre durchaus eine Alternative. Und im Bereich SmartHome lassen sich ebenfalls zahlreiche Ideen mit iBeacon umsetzen.

Firmen wie Estimote oder Beaconic bieten Beacons und Developer Kits zu überschaubaren Preisen an. Jetzt ist es uns, diese spannende Technologie für neue Geschäftsmodelle zu nutzen und zum Leuchten zu bringen!

(Barbara Schilling)

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