05. Juli 2013

Sind Smartphone und Co. schon bald vom Aussterben bedroht?

PCs sind out. Wer will sich denn extra an den Schreibtisch setzen, um Mails zu bearbeiten, im Internet einzukaufen oder zu erfahren, was in der Welt los ist? Dafür haben wir schließlich unsere Smartphones und Tablets. Sie bieten Zugang von überall und scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten. Doch was wir gerade für völlig angesagt und zukunftsweisend halten, wird schon bald ebenfalls passé sein. Eigentlich sind unsere mobilen Geräte eher eine Brückentechnologie, die dem gewohnten PC-Ansatz noch viel näher ist als der gestaltenden Zukunft der Computer- Technologien.

Wir sind die Babysitter unserer Smartphones, bringt Mark Rolston in der MIT Technology Review seine Gedanken auf den Punkt. Schließlich müssen wir ihnen alles sagen bzw. eingeben, was sie tun sollen: Entsperren, Applikation auswählen, gewünschte Funktion aktivieren – das müsste doch viel einfacher gehen.

Und plötzlich erscheinen uns die smarten Begleiter gar nicht mehr so zukunftsweisend. Vor ein paar Monaten hatten wir schon den Vergleich mit der Taschenuhr, die man auch erst umständlich „befreien“ muss, um sie zu nutzen. Der Trend ist klar:

Die Zukunft gehört Technologien, die sich in unseren Alltag und unser natürliches Verhalten integrieren. Die Benutzerschnittstellen werden sich weiter reduzieren, und wir werden immer weniger ein Gerät bedienen müssen. Stattdessen nimmt etwa ein Chip in unserer Kleidung oder einem Armband unsere Signale in Form von Sprache, Klopfen etc. auf und setzt sie über die Netzwerke um, in denen wir uns ohnehin schon bewegen. Nike hat mit seinem Fuel Band aufgezeigt, wie so etwas funktionieren kann. Rolston sieht nun vor allem die Designer vor der großen Herausforderung, Alltags- Aufgaben wie e-Mail oder Bezahlvorgänge so umzuwandeln, dass wir sie ohne Tastatur, Display etc. einfach nutzen können.

Im synaix Innovation Lab diskutieren wir die Zukunft mit Ihnen. Sprechen Sie uns an!

(Barbara Schilling)

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