17. Mai 2013

Die Digitalisierung des Lichts

Gut 100 Jahre brachte ein kleiner Metalldraht in der Glühbirne den Menschen die Erleuchtung, in den modernen energie-effizienten LEDs sind Halbleiter dafür zuständig. Damit fallen jetzt sogar schon unsere Leuchtmittel unter das Mooresche Gesetz. Steht damit auch für unsere Beleuchtung eine rasante Technologie- Entwicklung im Zwei- Jahres- Zyklus an?

Wenn wir uns ein Beleuchtungssystem wie Philips Hue ansehen, ist das gar nicht mal abwegig. Das Set mit drei bunten LEDs in klassischer E27- Glühlampenform und einem Controller wirbt damit, per App selbst programmierbare Lichtstimmung für zu Hause zu entwerfen. Doch das eigentlich besondere ist, dass Philips mit der Freigabe der API Programmierer dazu einlädt, unsere Welt ein wenig bunter und leuchtender zu gestalten. Und wie etwas 30 Drittanbieter- Apps belegen, machen diese gerne Gebrauch davon.

Philips zeigt mit dem jüngsten Update, dass es die Rückmeldungen von Entwicklern gerne aufnimmt und umsetzt. Nicht nur im heimischen WLAN, sondern auch via Internet lassen sich über den neu eingebundenen Automatisierungsdienst IFTTT (If This Then That) Ereignisse in Licht verwandeln. Farbwechsel bei Mail- Eingang oder bei einem Tor der Lieblingsmannschaft, oder Lichtfarbe je nach Außentemperatur – alles kein Problem.

Lösungen mit Lichteffekten per Sprachsteuerung oder Discoeffekte bieten nette Features, aber die Verwendung des steuerbaren Lichts in Werbung und Kunst zeigt eher, wo die Reise langfristig hingehen kann. – Unser Licht der Zukunft wird digital. Wir dürfen gespannt sein, was sich daraus noch alles entwickelt.

Und wenn Sie noch E27- Fassungen zu Hause im Einsatz haben, haben Sie ja jetzt vielleicht Lust bekommen, sich selber mit den Möglichkeiten der Lichtwelt auseinanderzusetzen?!

(Barbara Schilling)

Keine Kommentare