18. März 2013

Daran könnte sich der Staat doch mal ein Beispiel nehmen

Unterrichtsausfall und zu große Klassenstärke gehören zum Schulalltag – und anlässlich neuer Ergebnisse der Pisa- Studien fangen die Politiker regelmäßig an zu lamentieren. Andererseits werden Universitäten per „Excellenzinitiative“ vom Staat gefördert, um einen Anreiz für ein hohes Forschungsniveau zu schaffen. Sollte der Staat nicht lieber in die Kinder investieren und für eine gute Grundlage sorgen? Einige Software- Hersteller zeigen uns, dass sie schon vor über 20 Jahren langfristig in die Zukunft investiert haben – und jetzt adressiert der erste Anbieter eine noch jüngere Zielgruppe:

Lange Zeit standen die Studenten im Fokus des Software- Marketings. Microsoft köderte in den achtziger und neunziger Jahren Studenten als die Kunden von Morgen mit preiswerten Software- Bundles, um später an der Software gut zu verdienen. Auch Apple hat in den achtziger Jahren eigene Programme aufgelegt, um Studenten preiswert mit seiner Software zu versorgen. Mit heutigen Tablets und Smartphones erschließen sich ganz neue Zielgruppen – schließlich ist die Bedienung der Geräte kinderleicht.

Google hat die Zeichen der Zeit nicht nur verstanden, sondern auch schon umgesetzt: Das Unternehmen bietet seine Google Apps for Education nicht nur Universitäten, sondern sogar schon Grundschulen an. So werden die Kids früh an die Bedienung von Google Mail, Textverarbeitung und Tabellenkalkulation etc. herangeführt. Welchen Grund sollten diese jungen Leute später haben, plötzlich ein Produkt von Microsoft Office oder anderen Anbietern zu benutzen, wenn sie doch in der Google- Welt groß geworden sind?

Wieso müssen es uns eigentlich Firmen mit ihren profanen Hintergedanken zeigen, wie das mit dem langfristigen Denken funktionieren kann?!

(Barbara Schilling)

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