15. Oktober 2012

Gesundheitsförderung mit dem Smartphone

Das Smartphone entwickelt sich zur Sammelstelle für Daten über unseren Gesundheitszustand. Apps wie RunKeeper und Co. liefern Details über unser Fitness- Programm und Trainingsgewohnheiten. Andere Gesundheits- Apps bieten Infos über Schlaf- oder Essgewohnheiten, Herzfrequenz etc. Wenn diese Daten zusammengeführt werden, könnten sie irgendwann in vielleicht gar nicht so ferner Zukunft nicht nur Trainingstipps geben oder an Aktivitäten erinnern, sondern im Wechselspiel mit Ärzten und Krankenversicherungen auch offiziell als ergänzende Informationsquelle dienen.

Nach dem Desaster der zentralen Gesundheitskarte mit all den Diskussionen über den Datenschutz, bei denen es eigentlich nur um die Machtfrage geht, scheint uns der App Ansatz über das Handy vielversprechend.

Das Smartphone ist als Digital Hub – also als zentrale Verbindung von menschlicher Interaktion in die digitale Maschinenwelt etabliert. Das bietet eine Reihe von Vorteilen:

  • Die Geräte sind bei vielen Menschen schon vorhanden, es müssen keine speziellen Geräte für den Markt entwickelt werden.
  • Das App Konzept ermöglicht zumindest in einem bestimmten Bereich die Kontrolle durch den Nutzer.

Dabei ist klar, dass der User einverstanden sein muss, und dass auf den Smartphones und in den Apps Möglichkeiten geschaffen werden müssen, um den Datenschutz zu gewährleisten.

In einer „always connected“ Welt wird es irgendwann normal sein, dass wir über persönliche Assistenten Hilfestellung zu unseren Vitalparametern erfahren und dass wir bei Krankheiten direkte Rückmeldungen erhalten.

Forscher der Georgia Tech and Emory University sind schon einen konkreten Schritt weiter: Sie haben einen Otoskop- Aufsatz für das iPhone entwickelt, der über eine entsprechende App und die integrierte Kamera Bilder des Ohr- Kanals liefert, die ein Arzt dann „remote“ beurteilen kann. Die klinischen Tests laufen. Langfristig könnten Entwicklungen wie diese sogar die ärztliche Versorgung in weniger entwickelten Gebieten unterstützen.

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