12. Januar 2012

Videokonferenzen bald netzwerkübergreifend und in HD

Videokonferenzsysteme gewinnen im Unternehmensalltag zunehmend an Bedeutung. Sie unterstützen den audiovisuellen Kontakt und damit die Zusammenarbeit von Menschen, ohne aufwändige Geschäftsreisen. Dass die Nutzer solcher Systeme die gleichen hohen Anforderungen an deren Bild- und Ton- Qualität haben wie sie es von privaten Medien gewohnt sind, ist nicht weiter verwunderlich.

Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) sowie die in ebenfalls in Aachen ansässigen Unternehmen Ericsson und MainConcept GmbH wollen nun mit dem gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekt Connected Visual Reality (CoVR) die Leistungsfähigkeit der audiovisuellen Online-Kommunikation deutlich erweitern. Das Projekt unter der Leitung von Ericsson Eurolab ist einer der Gewinner des Wettbewerbs HighTech.NRW und wird mit rund 1,1 Millionen Euro durch die EU und das NRW- Innovationsministerium gefördert.

Ein Ziel des CoVR- Projekts ist die Entwicklung von Technologien für Video-Chat und Videokonferenzen, die sich in heterogenen Netzwerken betreiben lassen. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Kommunikation in HD- Qualität. Durch eine effektivere und skalierbare Codierung lasse sich die Qualität eines Videos optimieren, während sich die Güte der Audiosignale durch intelligente Störgeräuschreduktion, Enthallung und Echokompensation verbessern lassen, erklären die Kooperationspartner.

Darüber hinaus werden im Rahmen des Projektes neue Funktionen entwickelt, die die Attraktivität der Anwendungen deutlich steigern. So soll das entwickelte System eine laufende Inhaltsanalyse der übertragenen Audio- und Videosignale bieten. Damit könnte das System zum Beispiel Sprecher innerhalb einer Gruppe von Konferenzteilnehmern optisch hervorheben und kenntlich machen.

Wir gratulieren unseren „Nachbarn“ zu diesem interessanten Forschungsprojekt und freuen uns schon auf die spannenden Ergebnisse!

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